Ausbildung von Blindenführhunden

 

Die eigentliche Ausbildung eines Blindenführhundes beginnt mit ca. einem Jahr und dauert ungefähr sechs bis neun Monate. In diesem Zeitraum erlernt der Hund ca. 40 verschiedene Hörzeichen zu befolgen, so wie das Anzeigen und sichere Umgehen aller Arten von Hindernissen. Das Mitfahren und ruhige Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln rundet die Ausbildung ab.

 

Ein Blindenführhund ist mehr als ein Hilfsmittel. Er ist ein guter Freund, ein Lebensgefährte, er ermöglicht uns soziale Kontakte und bereitet uns sehr viel Freude im Leben.

Trotz alle dem ist ein Blindenführhund kein Wundertier auf vier Pfoten. Sinnesreize oder Faktoren wie Lärm, Gerüche und Ablenkung von anderen Tieren oder Menschen (wie z.B. locken, streicheln) können die Führarbeit beeinträchtigen.

 

Gute Führarbeit hängt im großen Maße auch vom Halter ab. Deswegen lege ich großen Wert darauf den Führhundhalter während der Einschulung mit all den Kenntnisse der Führarbeit und den richtigen Umgang mit dem Führhund vertraut zu machen, um spätere Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Lesen Sie auch meinen Artikel zum Thema Blindenführhundeausbildung.
Dieser ist im online Magazin „Mein Herz bellt“ veröffentlicht worden.

 

Einschulung

Die Einschulung dauert gewöhnlich drei Wochen. Bei Bedarf können auch Einzeltage hinzukommen. In diesen drei Wochen werden Grundlagen der artgerechten Hundehaltung, Pflege und Fütterung des Hundes, sicheres und zügiges fortbewegen im Führgeschirr, sowie Verständnis für die Eigenschaften und Bedürfnisse des Hundes erlernt.

Die Arbeit des Blindenführhundes ist anspruchsvoll und fordert auch von dem Halter eine hohes Maß an Konzentration. Deswegen finden die ersten zwei Wochen des Einführungslehrganges in der Nähe meiner Führhundschule statt, um sich dort voll und ganz auf den Hund und deren Führarbeit zu konzentrieren ohne sich von seinen alltäglichen Aufgaben ablenken zu lassen.

Nach der dreiwöchigen Einschulung findet die von der Krankenkasse angeordnete Gepannprüfung statt.

Die Kosten für den Blindenführhund übernimmt in der Regel der Leistungserbringer.

 

Nachbetreuung der Führgespanne

Bei speziellem Bedarf wie z.B. ein Wohnortwechsel oder bei unerwarteten Fehlentwicklungen nach der erfolgreichen Gespannprüfung findet eine Nachbetreuung statt.

Die Kosten hierfür werden in der Regel von der zuständigen Krankenkasse übernommen.

Auch wenn keine Probleme oder Schwierigkeiten auftreten sollten, würde ich mich über einen Nachricht sehr freuen.