Ausbildung von Blindenführhunden

 

Die eigentliche Ausbildung eines Blindenführhundes beginnt mit frühestens einem Jahr und spätestens mit 24 Monaten und dauert ungefähr sechs bis neun Monate. In diesem Zeitraum erlernt der Hund ca. 40 verschiedene Hörzeichen zu befolgen, so wie das Anzeigen und sichere Umgehen aller Arten von Hindernissen. Das Mitfahren und ruhige Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln rundet die Ausbildung ab.

Das Training erfolgt nicht nur am Ort meiner Schule, sondern auch in den umliegenden Großstädten wie München, Augsburg und Nürnberg, sowie im Flughafen München.

 

Der Ausbildungsweg meiner Hunde erfolgt rein über die positive Verstärkung. Denn jede Art von Zwang in der Ausbildung ist nicht nur ethisch bedenklich, sondern kann auch zu unerwünschten Nebenwirkungen, wie z.B. Aggression, Angst und Unsicherheit führen, was ja gerade vermieden werden soll.

Ein wichtiges Anliegen von mir ist , dass meine  Hunde Freude an Ihrer Arbeit haben und Ihren Menschen mit Sicherheit, Ruhe und Motivation durch den Alltag führen.

 

Ich bilde überwiegend Labrador und Labradoodle als Blindenführhund aus. Der Labrador ist ein sehr freundlicher, sanftmütiger, nervenstarker und gelehriger Hund, weshalb er sich auch für diese Aufgabe sehr gut eignet. Auch der Labradoodle ist ein sehr freundlicher und sanfmütiger Vierbeiner, sie sind sehr sozial und verschmust, und vor allem sind sie sehr schlau.

 

 

Meine Hunde leben mit mir zusammen in einem Haus von 120 qm und einem großen Garten mit Teich, sie begleiten mich in meinem Alltag sowie in den Stall zu meinem Pferd. Die Vierbeiner werden somit gleich an andere Tierarten wie z. B. Pferd, Ziegen, Katzen und Hühner gewöhnt.

 

                                                                                                                            

Ein Blindenführhund ist mehr als ein Hilfsmittel. Er ist ein guter Freund, ein Lebensgefährte, er ermöglicht uns soziale Kontakte, Mobilität, Unabhängigkeit und bereitet uns sehr viel Freude im Leben. Trotz alle dem ist ein Blindenführhund kein Wundertier auf vier Pfoten. Sinnesreize oder Faktoren wie Lärm, Gerüche und Ablenkung von anderen Tieren oder Menschen (wie z.B. locken, streicheln) können die Führarbeit beeinträchtigen.

 

Gute Führarbeit hängt im großen Maße auch vom Halter ab. Deswegen lege ich großen Wert darauf den Führhundhalter während der Einschulung mit all den Kenntnisse der Führarbeit und den richtigen Umgang mit dem Führhund vertraut zu machen, um spätere Fehlentwicklungen zu vermeiden.

 

 

Einschulung

Die Einschulung dauert gewöhnlich drei Wochen. Bei Bedarf können auch Einzeltage hinzukommen. In diesen drei Wochen werden Grundlagen der artgerechten Hundehaltung, Pflege und Fütterung des Hundes und  sicheres und zügiges fortbewegen im Führgeschirr, sowie Verständnis für die Eigenschaften und Bedürfnisse des Hundes vermittelt.

Die Arbeit des Blindenführhundes ist anspruchsvoll und fordert auch von dem Halter eine hohes Maß an Konzentration. Deswegen finden die ersten Tage des Einführungslehrganges in der Nähe meiner Führhundschule statt, um sich dort voll und ganz auf den Hund und deren Führarbeit zu konzentrieren ohne sich von seinen alltäglichen Aufgaben ablenken zu lassen.

Nach der dreiwöchigen Einschulung findet die von der Krankenkasse angeordnete Gepannprüfung statt.

Die Kosten für den Blindenführhund übernimmt in der Regel der Leistungserbringer.

 

 

Nachbetreuung der Führgespanne

Bei speziellem Bedarf wie z.B. ein Wohnortwechsel oder bei unerwarteten Fehlentwicklungen nach der erfolgreichen Gespannprüfung findet eine Nachbetreuung statt.

Die Kosten hierfür werden in der Regel von der zuständigen Krankenkasse übernommen.

Auch wenn keine Probleme oder Schwierigkeiten auftreten sollten, würde ich mich über einen Nachricht sehr freuen.